Schritt 10: Einsatz des EDI-Systems bei Handelspartnern

Wenn größere Organisationen ein EDI-System auf die restlichen Handelspartner ausweiten, setzen sie dabei meist ein ‚Hub-and-Spoke’ Modell ein. Beim Hub-and-Spoke Ansatz verlagert der Großkunde, der Hub, sein EDI-Programm auf die Lieferanten, die Spokes.

Die Menge an Unterstützung, die große Organisationen den Lieferanten zukommen lassen, variiert wie auch der Spielraum für die Lieferanten. In vielen Fällen bekommen Lieferanten die Mitteilung, dass EDI eine Voraussetzung für die Fortführung der Geschäftsbeziehung ist.

Aufgeklärtere Organisation bieten Unterstützung an, damit die Partner online gehen können. Heutzutage unterstützen die meisten VANSs ihre Kunden engmaschig beim Onboarding der Handelspartner. Diese Programme für den EDI-Einsatz, die manchmal Lieferanten-Ausbau genannt werden oder Zugangsmöglichkeiten für die Allgemeinheit umfassen, sind der Schlüsselprozess für den erfolgreichen Einsatz eines EDI-Systems unter den Handelspartnern in einer Supply Chain.

Wie bei jeder Veränderung sind die Lieferanten vielleicht etwas zurückhaltend beim EDI-Beginn. Der Hub muss diese Trägheit oder Widerstände durchbrechen, indem er die Auswirkung von EDI auf die Geschäftsbeziehung beschreibt und mögliche Einwände aus dem Weg räumt.

EDI-Schulung und -Unterstützung sind für eine Organisation zwei Möglichkeiten, die Anzahl der Handelspartner und die Geschwindigkeit, in welcher sich ein bestehender Handelspartner anpasst, zu erhöhen. Diese zwei Faktoren erhöhen die Rendite der EDI-Investitionen des Hubs. Mit Hilfe von Schulungen können die Widerstände des Handelspartners hinsichtlich EDI aus dem Weg geräumt werden und je mehr Handelspartner ihre Geschäfte mit EDI abwickeln, desto höher die Einsparungen.

Das System, das zwar als Pilotprojekt erfolgreich war, muss immer noch in der größeren Runde getestet werden. Wenn der Hub das Testing auf das ausgewählte VAN outsourcen möchte, muss er wissen, dass dies nur ein Teil des Systems ist, da das VAN kann nur das EDI-System der Handelspartner testen. Tests bezüglich Genauigkeit und Integration von Hub-Daten gehört nach wie vor allein zum Zuständigkeitsbereich des Hubs.

Die Implementierung mit einer größeren Lieferantenbasis kann phasenweise erfolgen. Die Organisation entscheidet darüber, wie viele neue Handelspartner auf einmal aufgenommen werden können und arbeitet dann dieselben Verfahren wie beim Pilottest durch. Zeitpläne für Vergleichstests und einen Vergleichsbetrieb sollten angegeben werden und sind strikt einzuhalten.

Nach der Implementierung der ersten Transaktion mit einem wesentlichen Teil der Handelspartner, wird die nächste Transaktion basierend auf dem derzeitigen Geschäftsbedarf ausgewählt. Hierbei handelt es sich um ein separates Programm und, weil wahrscheinlich eine ganz andere Abteilung betroffen ist, sollte auch hier am gesamten Prozess mit 10 Schritten festgehalten werden.

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